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12.02.2018

Watch me! Ich werde es wieder tun - James Carol




Story

Mit Watch me von James Carol, begleiten wir Profiler Jefferson Winter zu seinem zweiten Fall. Dieses Mal zieht es ihn nach Louisiana, wo ein Anwalt bei lebendigem Leib verbrannt wird. Bis auf das Video ist nichts weiteres bekannt. Weder der Tatort, noch das Motiv. Und Winter läuft die Zeit davon, denn es soll weitere Opfer geben.

Der rote Faden zieht sich durch das gesamte Buch, was mir auch am ersten Teil gut gefallen hat. Doch trotzdem konnte mich der zweite Teil nicht so sehr fesseln, wie der Erste. Gerne würde ich noch ein wenig mehr auf den Fall eingehen, doch dann müsste ich eine Spoilerwarnung aussprechen. Sagen wir einfach, ich habe noch ein paar Dinge erwartet, die ich nicht bekommen habe. 

Charaktere

Ich habe mich wirklich gefreut wieder einen Fall von Jefferson Winter zu verfolgen. Ich mochte seinen exentrischen Charakter, der mir bis heute in Erinnerung geblieben ist. Auch in Watch me, habe ich darauf gehofft wieder Zeugin dieser kleinen und symphatisch positiven Ausraster zu werden. Doch genau diese Charakterzüge habe ich vermisst. Natürlich war er immer noch der Besserwisser aus Broken Dolls, doch es fehlte immer noch ein Stück, wie ich fand. Ebenso fehlte mir auch etwas mehr zur Vergangenheit von Jefferson. Das sein Vater ein Serienmörder war, war bereits im ersten Band bekannt, genau so wie die Tatsache, dass er genau so ist wie sein Vater.

Sprecher

Ich habe das Buch teils gelesen und teils gehört. Dietmar Wunder (deutsche Stimme von Adam Sandler) hat gute Arbeit geleistet und den Charakteren mit seiner Stimme Leben eingehaucht. Es hat mir auch viel Spaß zwischen zuhören und selbst lesen zu switchen.

Fazit

Watch me hatte eine gute und spannende Grundidee, die meiner Meinung nach aber vollkommen erfüllt wurde. Durch lesen des Klappentextes habe ich etwas anderes erwartet, als ich am Ende doch bekommen hab.
Wenn das Debut so boomt, ist es ziemlich schwer daran anzuknöpfen. Trotzdem hat mir Watch me gut gefallen, wenn ich auch mehr erwartet habe.



 

07.02.2018

Lost Boy - Christina Henry


Dieses Buch ist (noch) nicht in Deutschland erschienen.


 
Lost Boy von Christina Henry erzählt die Geschichte von Jamie, Er war der Erste, den Peter zu sich auf die Insel geholt hat. Er war der Erste, der mit ihm die Insel erkundingt, gegen Piraten gekämpft und gegen Piraten gekämpft hat. Doch er bleibt nicht der Einzige der Lost Boys. Immer mehr von ihnen sieht Jamie kommen und gehen. Während Peter für seine eigene Bespaßung sorgt, ist es Jamie, der die Jungs beerdigt. 
Langsam bemerkt Jamie, dass Peter alles andere als ein Vorbild ist und es gibt nur noch ein Ziel für ihn. Die Verlorenen Jungs gegen alles Unheil beschützen.

Von der wahren Geschichte über Peter Pan habe ich schon einiges gehört und gelesen. Aber nie aus der Sicht von Jamie. Um so interessanter war es für mich zu erfahren, wie Jamie zu dem Menschen wurde, den wir heute kennen. 
In vier große Kapitel geteilt, erzählt Jamie seine Geschichte. Erzählt, wie er Peter kennen gelernt hat, wie er gegen Piraten kämpft und manchmal auch gegeneinander. Zuerst sieht auch er es als Spaß unter Kindern, doch mit der Zeit erkennt Jamie, dass viel mehr auf dem Spiel steht. 

Es ist lange her, dass ich einen Hauptcharakter hatte, der mir von Anfang an symphatisch war. Christina Henry schafft es die Charaktere so zu gestalten, dass man sie alle ins Herz schließt. Alle bis auf einen.
Immer wieder begleitet einen die Angst, dass die Charaktere, die man ins Herz geschlossen hat, die Geschichte nicht überleben. Um so größer wird auch der Hass auf Peter, der dafür, im Grunde, auch verantwortlich ist.

Ich muss zugeben, dass dieses Buch ein fast reiner Cover-Kauf gewesen ist. Ich liebe die Farbe grün und mit dem schwarzen Schatten, kommt sie noch besser in Geltung. Durch den Haken und den Jungen dahinter, kann man, auch ohne den Titel, erkennen um wen es geht. Ein wunderschönes Design, welches hoffentlich übernommen wird, sollte es auch bei uns erscheinen.
Innen wartet die Karte der Insel auf uns, die ebenfalls schön gestaltet ist.

Lost Boy hat mich direkt überzeugt. Es war mein erstes Buch auf englisch. Nach wenigen Seiten war ich aber vollkommen in der Geschichte versunken und es wurde immer mehr zu meinem Highlight. Weswegen es auch zum Buch des Monats gewählt wurde.
Christina Henry hat es geschafft, dass ich Peter Pan nun ganz anders sehen werde.

18.12.2017

Meine Bloggervorsätze 2017

Auf die Idee zu diesem Beitrag hat mich Ava Reeds gebracht. 'Hier' könnt ihr euch ihre Vorsätze für 2018 durchlesen.

Mir im privaten Leben Vorsätze zu machen, habe ich schon seit einigen Jahren aufgegeben. Es hat nie geklappt und am Ende kommt immer alles anders. Ich möchte einfach nur eine schönes Jahr mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen. Und eine schöne Trauung auf dem Standesamt.

Nun kommen wir aber zu den Vorsätzen, die meinen Blog betreffen. Zumindest alle, bis auf Einen und mit dem fangen wir direkt an.

Mein Buch beenden, zumindest die Rohfassung. Es geht mir nicht um die Veröffentlichung, sondern darum das Wort ENDE unter die Erstfassung zu setzen. Das möchte ich bis zum Juli geschafft haben.
  • ALLE Bücher rezensieren. Ich hoffe, dass ich diesen Vorsatz einhalten werde. Ich möchte alle Bücher und Hörbücher rezensieren. Auch die abgebrochenen. Dort sage ich dann aber eher, warum ich abgebrochen habe.
  • Die Lesechallenges durchziehen. 2017 habe ich mich an zu vielen Challenges angemeldet um an Ende nur eine abgeschlossen. 2018 sind es nur zwei und die möchte ich auf jeden Fall beenden.
  • Monatsrückblicke und Neuzugänge wird es auch 2018 wieder geben.
  • Mein Buch des Monats. Diesen Vorsatz habe ich mir bei Ava abgeschaut. Ende des Monats möchte ich euch mein Buch des Monats vorstellen. Was hat mir gefallen? Was war besonders? Und so weiter. 


Das waren meine Vorsätze. Wie sieht es bei euch so aus? Macht ihr euch Vörsätze? Egal ob im Internet oder Privat? 



17.10.2017

NaNoWriMo 2017 - Infos

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Vielen von euch sollte der National Novel Writing Month, auch bekannt als NaNoWriMo ein Begriff sein.

Für alle, die noch nie davon gehört haben:
Der NaNoWriMo findet immer im November statt. In 30 Tagen soll man 50.000 Wörter schreiben. Das wären pro Tag ungefär 1.667 Wörter.

Dieses Jahr werde ich zum ersten Mal dabei sein. Und ich habe mir überlegt, dass ich meinen Fortschritt doch im Blog festhalten kann.

Mein aktuelles Projekt ist ein (Urban)Fantasy. An diesem möchte ich auch während des NaNos weiter schreiben:

Klappentext:
Kimba ist ein typisches Mauerblümchen. Sie hat nur wenige Freunde und in der Schule wird sie von Mitschülern gemobbt.
Zu Hause kann sie sich in die Welt der Onlinerollenspiele flüchten, denn dort fühlt sie sich wohl und zu Hause. Dort ist sie sogar die Leiteinr einer Gilde, die sie selbst erstellt hat.
Als plötzlich Emiras vor ihr steht, der dem Sidekick ihrer Onlineheldin zum Verwechseln ähnlich sieht, traut sie ihren Augen nicht. Auch als dieser ihr sagt, dass die drei Sonnen von Arlon, der Welt in der jenes Rollenspiel stattfined, erloschen sind, glaubt sie immer noch an einen Scherz. Bis sie sich in genau dieser Welt wieder findet und nun besagte drei Sonnen finden und an ihren Platz zurück bringen muss.

Wer macht denn noch beim NaNo mit? 


25.07.2017

Murder Park - Jonas Winner



Zodiac Island war ein beliebter Freizeitpark. So lange, bis dort ein Serienmörder drei Frauen auf brutale Art ermordete und der Park geschlossen werden musste. Nach 20 Jahren soll der Park unter neuem Namen wieder eröffnet werden. Der Grundgedanke hinter diesem Vergnügungspark ist es, dass sich Besucher näher kommen sollen, während ein (angeblicher) Mörder, unter ihnen wandert. Bis diese Morde wirklich passieren.

Das Grundkonzept der Geschichte hat mich direkt gefasst und und neugierig gemacht. Schon bevor ich die ersten Seiten gelesen habe, begann ich zu rätseln. Was konnte passiert sein? Wer mordet auf dieser Insel?
Ganz langsam schlich sich ein wenig Enttäuschung ein. Die Story wirkte an manchen Stellen, irgendwie gehetzt und unlogisch. Gerade zum Ende hin, kamen einige Warum-Momente.

Jonas Winners Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Es wird nichts verschönt und die beschriebenen Szenen kurbeln das Kopfkino an. In manchen Szenen, kam es mir dann allerdings so vor, als hätte ich diese Szene nie, oder anders gelesen.



Ich find es meist immer schwierig, wenn es mehr Charaktere in einem Buch gibt. So war es auch in Murder Park. Das mochte auch daran liegen, dass ich keine Bindung zu den Charakteren herstellen konnte. Paul Greenblatt, der Protagonist, war mir zudem ziemlich unsymphatisch. Er wirkte auf mich sehr egoistisch und alles schlechte, was passierte, passierte angeblich nur wegen ihm. Er war Mittelpunkt seiner Welt.
Zu den Anderen, habe ich noch weniger Bindung aufnehmen können, sogar ihre Namen sind mir entfallen.

Murder Park kommt mit einem interessantem Konzept um die Ecke, welches wirklich funktionieren kann. Allerdings haperte es an der Umsetzung. Eine Frage, die sich mir stellte, war zum Beispiel, warum man mit einem Psychater sprechen musste, obwohl man nur auf eine Insel mit einem Freizeitpark fuhr, wo das neue Konzept vorgestellt werden sollte.
Es half vielleicht, die Charaktere näher kennen zu lernen, was aber in meinem Fall nicht funktioniert hat.




07.06.2017

Dark Matter - Blake Crouch

zu Amazon

Jason Dessen ist Professor für Physik an einem College. Er ist verheiratet, hat einen Sohn und sein alter Freund und Kollege hat einen renommierten Preis erhalten. Als er sich nach einem Kneipenbesuch auf den Heimweg macht, wird Jason von einem Unbekannten entführt und niedergeschlagen. Als er wieder zu Bewusstsein kommt, ist er in sein anderes Leben zurück gekehrt. In diesem ist er weder verheiratet, noch ein Proffessor.
Jetzt muss er sich entscheiden: Karriere oder Familie?

Ich muss zugeben, dass der Klappentext nicht ganz das erklärt, was einem in diesem Buch erwartet. Trotzdem tut es der Geschichte keinen Abbruch und zieht den schnell ins Geschehen. Mit rasanter, aber gut folgbarer Geschwindigkeit geht die Geschichte vorran.
Sobald man Teil der Parallelwelten ist und mit Jason durch diese reist, auf der Suche, nach der richtigen Entscheidung, wird man auch direkt mit hinein gezogen.


Blake Crouch erzählt die Geschichte aus Jasons Sicht.Man weiß also genau so viel, wie der Held selbst und erfährt während dem Fortlauf der Geschichte mehr und mehr. Der Stil ist flüssig, lässt sich gut lesen. Einzig während der physikalischen Erklärungen, kam ich mir etwas verloren gefühlt. Ein Glossar hätte ich sehr begrüßt.

Jason Dessen ist ein ziemlich ruhiger Charakter. In sich gekehrt und möchte sein ruhiges Leben mit Familie und Job ungern ändern. Er ist kein Held mit Superkräften, oder hat eine Villa in den Bergen. Jason ist ein ganz normaler Professor eines Colleges und doch ist er etwas Besonderes. In einer Parallelwelt hat er einen Würfel gebaut, mit dem er durch die Welten reisen kann.
Es gibt also mehr als nur einen Jason und man entscheidet selbst, welchen Jason man lieber mag.

Schon öfter habe ich Dark Matter in die Hand genommen, war mir aber ziemlich unschlüssig. Dank Aleshanees Rezension war die Frage aber schnell geklärt und ich bereue nicht es beim Bloggerportal angefragt zu haben.
Dark Matter kommt mit einer unerwarteten Story um die Ecke, die einen von der ersten Seiten an mitnimmt.

Danke an den GOLDMANN-Verlag und das Bloggerportal für das Leseexemplar.






26.05.2017

Der Schurke des Gentleman - Tharah Meester

auf Amazon

George Strickland ist unheilbar einer Lungenkrankheit erlegen und der diesjährige besuch auf dem Astronomentreffen könnte sein Letzter sein.In einem Etablissement für gewisse Wünsche, möchte er einen Begleiter für die Woche mithnehmen. Seine eigentliche Wahl, verweigert allerdings den Dienst und so wird kurzerhand Remy ausgewähld den Lord zu begleiten.
In kurzer Zeit entwickelt sich eine Liebe zwischen den beiden Männern und sie kommen sich immer näher.

Die Geschichte weist eine gute Grundidee auf und auch die Umsetzung ist nicht schlecht. Allerdings gibt es einige Ungereimtheiten. Welche das genau sind, werde ich nicht verraten, da ich sonst spoilern würde. Aber ich musste hin und wieder sogar einige Seiten zurück blättern, um nach dem Grund des plötzlichen Wandel zu suchen. Nur selten habe ich diesen gefunden.
Das fand ich wirklich schade, da mir die Geschichte mit Remy und George ansonsten gut gefallen hat.

Auch bei den beiden Charakteren, Remy und George, gab es Entwicklungen, die Fragen aufgeworfen haben. Die Veränderungen, die beide durchmachen waren sehr fraglich und eine Auflösung gab es auch nicht.
Ich habe beide während der Geschichte lieb gewonnen, um so schöner wäre es gewesen ohne diese Ungereimtheiten.

Mit den knapp 360 Seiten ist das Buch schnell gelesen und der Schreibstil unterstützt es zusätzlich. Mit der einfachen Geschichte, rundet es das Buch auch ab, sieht man mal von den Fehlern ab. Tharah Meester beschreibt ihre Charaktere einfach, aber effektiv und auch die Umgebung passt sie gut in die Geschichte mit ein.

Der Blick auf das gesamte Buch, zeigt eine Geschichte mit Potenzial und Charaktere mit der Lizens zum lieb gewinnen. Aber die Fehler in einigen Taten und Entwicklungen ziehen das Buch ein wenig runter. Hätte man diese zumindest später aufgeklärt, oder einfach vermieden, hätte es mir noch besser gefallen.




18.05.2017

Nur drei Worte - Becky Albertalli

auf Amazon
Das Simon schwul ist, weiß außer ihm nur Blue, den er durch einen Eintrag bei Tumblr kennen gelernt hat. Über E-Mail halten beide Kontakt und empfinden schnell mehr füreinander. Blue ist witzig, freundlich und immer für Simon da. Doch Simon weiß nicht, wer hinter dem Pseudonym steckt und Blue ist noch nicht bereit das zu offenbaren.

Wer eine hochtrabende Geschichte in dem Buch erwartet, sollte nicht danach greifen. Nur drei Worte erzählt aus dem Leben eines Teenagers, der die alltäglichen Probleme hat. Simon hat viele gute Freunde, mit denen er vieles teilt, bis auf eine einzige Sache: Er ist schwul. Nur Blue weiß davon, denn auch er steht auf das gleiche Geschlecht.
Trotz einiger belanglos, wirkenden Szenen waren diese authentisch und man fühlte mit den Charakteren mit.

Bei Nur drei Worte handelt es sich um ein Jugendbuch, so ist auch der Schreibstil einfach und verständlich. Die E-Mails sind der Jugendsprache angepasst und so geschrieben, wie unsereins sie auch versenden würde.
Der Lesefluss ist einfach und stimmig.

Das Buch beinhaltet neben Simon und Blue noch ein paar Charaktere mehr. Nicht von allen erfährt man alles, sondern nur so viel, wie auch Simon selbst weiß. Man weiß also genau so wenig oder viel wie der Protagonist der Geschichte. So ist es auch mit Blue, den man E-Mail und E-Mail besser kennen lernt.
Ich war diesem Konzept äußerst positiv gestimmt, da es einen noch enger an den Hauptcharakter gebunden hat.

Nur drei Worte lag viel zu lange auf meine SuB und ich bin froh, dass ich es endlich gelesen habe. Es ist kein ultraspannendes Buch mit einer hochtrabenden Geschichte, aber es ist ehrlich. Es zeigt die Probleme, mit denen sich ein Teenager zu beschäftigen hat.
Für mich war dieses Buch ein wirkliches Highlight.





21.04.2017

AchtNacht - Sebastian Fitzek

Am 8.8 um 20:08 wird zufällig ein Name gezogen. Diese Person ist bis 08:00 Uhr am Morgen vogelfrei und darf straffrei getötet werden. Ben ist einer von zwei Kanditaten, dessen Name genannt wird. Neben ihm wird noch Arezu der Öffentlichkeit zum Fraß vorgeworfen. Gemeinsam versuchen sie herraus zu finden wer hinter dem perfiden Spiel steckt. Doch für Ben ist eines noch viel wichtiger: Wer hat ihn nominiert? Er hat 12 Stunden Zeit genau das herraus zu finden.


Zuerst wird es für einen Scherz gehalten, doch als selbst die Nachrichten die AchtNacht präsentieren, wird es auch für Ben ernst. Er weiß nicht mehr wem er vertrauen soll und würde sich am liebsten einfach in seiner kleinen Wohnung verstecken. Doch als seine Tochter Jule ins Fadenkreuz gerät weiß er, dass er kämpfen und auf die Straße muss. 

Wie von Sebastian Fitzek gewohnt, geht es auch hier rasant zu. Der Protagonist ist immer unterwegs und kann keine fünf Minuten atmen. Dies passt sehr gut in den Hintergrund der Story. Denn, wenn jemand auf der Flucht ist, wird sich nicht ausgeruht.

Sebastian Fitzek schreibt auch hier einfach und lesefreundlich. Die Kapitel sind kurz und lassen die Spannung oben. Man möchte einfach wissen, wie es weiter geht. So wurde AchtNacht bei mir zum Pageturner. Auf komplizierte Fremdwörter wird verzichtet und Fitzek schafft es auch kompliziertes mit einfachen Worten zu erklären.
Wer schon einmal einen Fitzek in der Hand hatte, weiß was ihn erwartet.

Ben hat sich der Musik verschrieben. Allerdings verpasste er seinen Einsatz und seine alte Band wurde ohne ihn berühmt. Von seiner Frau geschieden, lebt er in den Tag hinein und denkt eigentlich alles für seine Tochter Jule zu tun. Und dann wird er plötzlich Vogelfrei gesprochen und lernt sehr schnell, dass er weit mehr für seine Tochter hätte tun können.
Arezu scheint plötzlich in seinem Leben auf zu tauchen und bleibt vorerst ein Geheimnis. Mit Ben und Arezu begibt sich der Leser auf die Flucht vor dem Pulk und vor Nick und Dash, welche sich mit Videos Geld verdienen.
Dieses Mal konnte ich keine große Bindung zu den Charakteren aufbauen. Mir hat ein wenig der Schlüsselmoment gefehlt um zu entscheiden, wen ich mag und wen nicht.

AchtNacht ist wieder ein typischer Thriller, der dich direkt ins Geschehen wirft. Gerade für Fans der The Purge Reihe ist das Buch einen Blick wert. Es hat sehr viel Ähnlichkeit mit den Filmen, ist aber doch etwas Eigenes.






05.04.2017

Smoke - Dan Vyleta



Dieses Buch wurde mit von carl's books zugeschickt. Vielen Dank ♥

Eine Welt ohne Sünde oder schlechte Gedanken? Ist sowas überhaupt möglich. Thomas und Charlie wachsen in genau so einer Welt auf, eine Welt in der das Gute herrscht und das Böse komplett vernichtet hat. Angeblich. Denn sie finden herraus, dass es Menschen gibt die nicht voll mit dem Ruß des Bösen sind. Auch politisch scheint der Rauch eine große Rolle zu spielen. Für die beiden Freunde beginnt ein gefährliches Abenteuer.


Und dieses Abenteuer fesselt von der ersten Seite an. In den ersten Seiten werden schon Fragen aufgworfen, die man alle beantwortet wissen will. Die Geschichte beginnt direkt in einer vollen Fahrt, man wird mit Schwung hinein geschmissen.


Ich habe nur selten etwas an Schreibstilen auszusetzen. So ist es eigentlich auch bei diesem Buch. Der Stil ist flüssig, ein wenig eigenwillig aber sehr gut lesbar. Nur eine Sache habe ich nicht verstanden. Die Kapitel sind abwechselnd in der 1. und 3. Person geschrieben. Zuerst dachte ich, dass man so die Protagonisten Charlie und Thomas auseinander halten soll. Dem war aber nicht so.
Es war nichts schlechtes, aber in meinen Augen doch unnötig. Es wäre besser gewesen, wenn sich Dan Vyleta für einen Stil entschieden hätte.

So durchwachsen wie es in einem Internat sein kann, sind natürlich auch die Charaktere. Der Hauptaugenmerk liegt allerdings auf den beiden Freunden Thomas und Charlie. Im Internat stehen sie sich zur Seite und helfen einander. Charlie, Optimist, immer ein Lächeln auf den Lippen, gerne mit dem Kopf durch die Wand. Thomas, Realist, ruhig, in sich gekehrt, Monster?. So würde man die beiden beschreiben.
Beide sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Ihre Freundschaft ist glaubwürdig und sie sind füreinander da.

Smoke ist eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Ist es wirklich so verwerflich mal schlechte Gedanken zu haben? Ist es besser, wenn man so etwas sieht? Was macht der Rauch aus einem? All diese Fragen stellt sich Dan Vyleta und lässt sie in die Geschichte mit einfließen. Ein wirklich gelungener Roman, der fesselt und kurzweilige Stunden verspricht.





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