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21.03.2018

Bienensterben - Lisa O'Donnel


Story

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Heute an Weihnachten hat Marnie geburtstag und wird 15. Heute hat sie ihre Eltern im Garten begraben und niemand darf erfahren, dass sie dort liegen. Jetzt müssen die Schwestern das Geheimnis bewahren. Niemand darf erfahren, dass ihre Eltern dort liegen und wie sie dort hingelangt sind. Für Marnie und Nelly beginnt eine Zeit voller Geheimnisse. Einzig ihr Nachbar Lennie nimmt sich den Kindern an, doch auch ihm sagen sie nicht die Wahrheit.

Die Geschichte wird in einem Jahr erzählt und ist in fünf Abschnitte geteilt: Winter, Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Der Leser selbst erfährt erst zum Ende, was wirklich passiert ist und bleibt, wie die Charaktere auch zuerst im Dunkeln.

Charaktere


Bienensterben wird aus drei Perspektiven erzählt. Aus der Sicht von den Schwestern Marnie und Nelly und ihrem Nachbarn Lennie. Jeder von ihnen hat ihren eigenen Sprachstil, der wunderbar zu den jeweiligen Charakteren passt und ihre Züge unterstützt.
Alle Charaktere haben mir sehr gut gefallen und sind mir schnell ans Herz gewachsen. Während Marnie die groberen Charakterzüge schmücken, ist Nelly das gute Gegenteil. Lennie ist ein älterer und einsamer Herr, der sich die Aufgabe gemacht hat sich um die beiden zu kümmern.

Schreibstil


Ich hätte nie erwartet diesen Stil in diesem Buch zu bekommen. Er ist knapp gehalten, dafür aber auf den Punkt gebracht. Nichts wird verschönigt und auch selten nimmt Lisa O'Donnel kein Blatt vor den Mund.
Schnell hatte ich mich an den Schreibstil und die Wortwahl gewohnt, auch wenn zweiteres sehr überraschend war. Sehr gefallen hat mir, dass jeder Charakter einen eigenen Stil bekommen hat.

Fazit


Bienensterben ist ein Buch, dass mit einer Überraschung daher kommt, die man so nicht erwartet. Die ich zumindest nicht erwartet habe. Ich habe schon vergleiche zu Wir Kinder von Bahnhof-Zoo gelesen, aber ob das stimmt kann ich nicht sagen, da ich dieses Buch nicht gelesen habe. Wer mit einer etwas härteren Wortwahl zurecht kommt, dem kann ich das Buch nur ans Herz legen.



26.04.2016

Bradley Somer - Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel


Story:
Ein Fisch braucht 4 Sekunden um den Abstand zwischen dem 27. Stockwerk und dem Betonboden zu überbrücken. Und in diesen 4 Sekunden kann eine Menge passieren. Ian, der fallende Goldfisch rast nicht nur in sekundenschnelle auf den Abgrund zu, sondern erhascht auch einige Blicke hinter die Fenster des Gebäudes.
So lernen wir zum Beispiel Petunia Delilah kennen, die kurz vor ihrer ersten Geburt steht. Oder Helmut, der bei seinem Großvater lernt. Ebenso erkennen wir, dass alles irgendwie miteinander zusammen hängt. Auch wenn er zuerst nicht erkennbar ist, so zieht sich der rote Faden konstant durch die Seiten.
Die Idee der Story hat mich extrem angesprochen. Ich mag Geschichten, die vom Alltag handeln und in denen man sich eventuell selbst wieder finden kann. Ebenso auch, verschiedene Geschichten kennen zu lernen, um am Ende des Romans heraus zu finden, wie diese miteinander verbunden sind. Man beginnt zu rätseln, wie es für die Personen wohl ausgeht und was als nächstes passiert.
Bradley Somer hat seine Idee gut umgesetzt. Einziger Minuspunkt gibt es für das Ende von Ian. Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, aber es kam mir ein wenig wirr vor.

Schreibstil:
Ich muss ehrlich sein. Als ich das Cover und den Titel gesehen hatte, habe ich viel eher eine leichte Lektüre erwartet. Um so überraschter war ich, als ich das Gegenteil vor mir liegen hatte. Aber nach wenigen Seiten hatte ich mich bereits in den Stil eingefunden und hatte absolut keine Probleme, was das Verständnis betraf. Ich habe es sogar genossen von dem leichten Schreibstil weg zu kommen und etwas anspruchsvolleres zu lesen.
Bradley Somer schafft es die Charaktere, die Umgebung und alles in dem Buch so zu beschreiben, dass es sich sogar um das Hochhaus nebenan handeln könnte. Sehr gut gefällt mir auch, dass Gefühl, welches einem beim Lesen vermittelt wird.
Das Gefühl, das der Autor einem selbst die Geschichte erzählt.

Charaktere:
Wir lernen verschiedene Charaktere kennen und jeder ist auf seine Art einzigartig. Jeder hat mit seinen kleinen, alltäglichen Problemen zu kämpfen, die man als Leser sehr gut nachvollziehen kann. Egal ob sie einem selbst passiert sind, oder man einfach nur mit fühlen kann.
Und genau das macht die Charaktere so authentisch und sympathisch. Den einen mehr, den anderen weniger, aber jeden schließt man gewisserweise ins Herz.
Den einen mehr, den anderen weniger. Aber jeden einzelnen kann man auf irgendeine Art un Weise verstehen.

Fazit:
Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel ist nicht nur ein außergewöhnlicher Titel sondern kommt auch mit einer außergewöhnlichen Geschichte einher. Es könnten Geschichten aus dem eigenen Alltag sein. Sich um Nachbarn, Bekannte, oder sogar Freunde handeln. Man sieht, dass jeder ein Geheimnis mit sich umher trägt oder seinen eigenen Kampf zu führen hat.
Bardley Somer schafft es mit diesem Buch eine kurzweilige Geschichte zu erschaffen. Höhen und Tiefen. Gewonnen, sowie verlorenen Schlachten. All das auf ca. 320 Seiten.
Im Gesamten ein gelungenes und tolles Buch. Wer es noch nicht gelesen hat, sollte es tun.








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